Momentmal – Der normale Wahnsinn

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E10 ist nun schon seit einer ganzen Weile das alles beherrschende Thema, viele Pro und Kontra Argumente nähren immer wieder die Diskussionen und immer wieder muss es der Steuerzahlende Autofahrer ausbaden. Allem voran unsere Regierung die aus augenscheinlichen Ökologischen Aspekten eigentlich wieder nur den Profit sieht. Nicht genug auch der Umstand, dass es ja “eigentlich” gar nicht für jeden Motor geeignet ist. Da beklagen sich die Entscheidungsträger doch darüber, dass nur ca. 30% aller deutschen Autofahrer E10 tanken ohne im Nachgang richtig auf zu klären. Auch hier bleibt die Bringschuld wieder am Autofahrer kleben. Laut ADAC könnten 90% aller Motoren E10 Kraftstoff “verarbeiten”. Studien gibt es natürlich noch nicht in ausreichender Menge und evtl. Folgekosten durch defekte Motoren oder Einspritzanlagen bezahlt…? Genau wieder einmal der Autofahrer.

Shell denkt innovativ? Weit gefehlt…
Shell bietet jetzt eine E10 Versicherung an. Wird ein Schaden am Motor durch E10 festgestellt, bezahlt die Versicherung die Reparatur. Allerdings hat sich Shell hier selber gut abgesichert. Die Versicherung zahlt nicht, sobald:

  • eine Unbedenklichkeitserklärung für das Auto seitens des Herstellers vorliegt
  • die Erstzulassung nicht vor 1998 liegt

die Versicherung gilt nur 18 Monate nach dem Tanken bzw. der Registrierung.
Zu bedenken ist hier, das es ein weiterer Kostenfaktor für den Autofahrer ist denn nicht Shell zahlt sondern SIE und wie bei jeder Versicherung werden auch hier persönliche Daten erhoben.

Nicht nur das es nun durch die Einführung von E10 eine versteckte Preiserhöhung gibt, nein – Die EU will nun auch noch den Brennstoffgehalt besteuern und somit eine weitere Preiserhöhung weiter geben. Aber dies ist ja ein anderes Thema. Zurück zum E10 Chaos. Ebenso macht es mir erheblich zu schaffen, dass das ganze Zapfsäulen Chaos mit 95 oder 98 Oktan nun auch noch die Zapfsäulenknappheit um sich schlägt – Wo soll also E10 rauskommen und wo die “anderen” Kraftstoffe? Diesel gibt es ja auch noch. Hier gibt es eine einfache Lösung die mal wieder den Verbraucher zum Deppen erklärt:

Zitat des ADAC: Da es Raffinerie- und Tanklager-seitig nicht möglich ist, zusätzlich ein Super 95 mit E5 anzubieten, wird Aral eine SuperPlus als Schutzsorte verwenden. Dazu wird mindestens ein Zapfpunkt (…) von Aral SuperPlus 98 zu Aral Super 95 umgeklebt.“ Und weiter: „Aral SuperPlus 98 und Aral Super 95 kommen aus dem gleichen Tank. Es handelt sich also um identischen Kraftstoff.“ (Zitat ADAC Mitglieder Zeitschrift)

Hier mal eine kleine Beispielsrechnung: Ökonomie oder Ökologie?
Pro 50 Liter Tankfüllung werden 15 kg Getreide genutzt. (Also 0,3 kg Getreide pro Liter E10 und 3kg pro reinem Liter Bioethanol). Diese 15 kg Getreide würden für ca. 20 große Brote reichen – Man verfährt also in etwa einer Woche ca. 20 Brote! Außerdem Verwendbares Material für die Herstellung von Bioethanol neben Getreide ist auch Holz und Stroh. Holz? Müssen wir nun befürchten, dass noch mehr Wälder abgeholzt werden?


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